EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) heißt ins Deutsche übersetzt so viel wie Desensibilisierung und Verarbeitung über Augenbewegungen.

EMDR ist eine Methode, in der traumatische Inhalte über angeleitete Augenbewegungen verarbeitet werden. Emotionen und deren körperliche Reaktion werden abgebaut.

Die Verbesserung von Schlaf und Konzentration, Verringerung von Depression und körperlicher Trägheit sind nur einige der Erfolge, die mittels EMDR in kürzester Zeit erzielt werden können.

 

Wann sprechen wir von einem Trauma?

Wenn Emotionen, die durch ein Schwerwiegendes Erlebnis hervorgerufen, nicht zu Ende verarbeitet werden konnten, kann es zu einem Trauma als Folge kommen. Diese Gefühle fließen frei im System und halten die Stresslevel in dem Maß aufrecht, wie sie zum Zeitpunkt des Geschehens vorhanden waren. Körperliche Reaktionen wie Schlafstörungen, Depression, Konzentrationsmangel, Erschöpfungssyndrom sind gut bekannte Begleiterscheinungen von diesem Stress. Es ist also nicht das Ereignis als solches traumatisch, sondern die Erinnerung gekoppelt mit der noch lebendigen Emotion dazu.

Mithilfe der in der EMDR angeleiteten Augenbewegungen werden im Gehirn die Areale „angeschaut“, die nicht zu Ende verarbeitet werden konnten. Dadurch können die Gefühle integriert werden und zurück bleibt die Erinnerung an das Ereignis aber ohne emotionalen Inhalt. Das Trauma als solches ist nicht mehr vorhanden und alle körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen können innerhalb kürzester Zeit abklingen, insofern eine posttraumatische Belastungsstörung zugrunde liegt.

In Bereichen, wo schwerwiegende Erlebnisse Teil des Berufes sind wie bei Feuerwehrleuten, Polizisten und Notärzten kann EMDR eine große Hilfe sein, Stress, Belastungsstörungen und aufflackernde Emotionen abzubauen und schützt somit weitreichend vor der Entwicklung eines Burnouts, das die Folge von vielen unverarbeiteten Minitraumatas sein kann.

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