Raus aus dem Überlebensmodus und wie du ins Leben eintauchen kannst

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Ich habe heute mit einer Frau gearbeitet, die sich für ihr persönliches Gong Spiel gewünscht hat, sich mit ihren Quellen rückzuverbinden.
Dabei kam heraus, dass sie unter intensiven Existenzängsten leidet und sich oft im Überlebensmodus befindet. Einige Ausdrücke ihres Überlebensmodus waren Müdigkeit, Selbstzweifel, sich nutzlos fühlen. Der Gong kam in ihr System erst gar nicht rein, bis ich sie während des Gongs angeleitet habe, ihre Widerstände zu öffnen. Der Gong strömte in den Bereich, der allem verschlossen war und sehr viel Lebenskraft beherbergte. Ihre Tränen flossen, Bewegung im Bauch Bereich, Wärme, ein starker Stuhldrang nach der Sitzung, dass sich “Etwas Großes” lösen wollte waren Ausdruck des ersten Keimlings der Sitzung.
Ihre Stimme klingt sehr hoch, der Atem flach und sie redet manchmal ohne Unterlass wegen stetigen Ausdruckswunschs.
Was mir dabei bewusst wurde:
Überlebensmodus heißt über dem Leben zu stehen. Also sich nicht hineinzubegeben und nicht ins Leben einzutauchen. Das geht körperlich damit einher, dass der untere Körperbereich ausgegrenzt wird, durch flache Atmung, Anspannung, fehlender Libido. Als sie ihren Widerstand öffnete war der erste Schritt sich in sich selbst zu spüren. Mit dem Schutz des Widerstandes um sich herum. Denn vorher stand sie außerhalb ihrer selbst. Der erste Schritt für sie ist sich in ihrem Bauchraum kennenzulernen und mit Bewertungen aufzuhören, was sich gut und was schlecht anfühlt. Denn Lebenskraft drückt sich durch ALLES aus, was man ist, Leben unterscheidet nicht zwischen angenehm und unangenehm. Je mehr sie alles erlaubt zu spüren, was sie in ihrem Bauchraum fühlt, wird sie Zugang zu ihren Kraftquellen bekommen. Sich dadurch weniger müde fühlen, von innen wärmer werden und spüren, womit sie sich selbst in ihrem Leben einbringen kann.

Bist du langfristig in einem Überlebensmodus entsteht soviel Spannung und Stress, dass du das, was Leben ausmacht gar nicht mehr wahrnehmen kannst.
Eine Möglichkeit kann sein, dass du dich in Meditation begibst und dir erlaubst dich in deinen Bauchraum hineinzuatmen und alles, was aufsteigt, durchzuatmen. Atmen, atmen, atmen. Der Atem ist Lebenskraft. Und mit Lebenskraft kann alles durchstanden werden. Fühlen wir uns dem Leben gegenüber nicht gewachsen, dann nur deswegen, weil wir uns ihm nicht hingeben und ihm keinen Atem schenken.

Eine deiner größten Lebensquellen liegt im Unterleib. Schenke ihm viel Atem täglich und bewusst und nach 2 Monaten kann sich vieles schon ganz anders ausdrücken.